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Das Stativ – Dreibein oder Einbein?

 

Das Stativ hat mir einiges Kopfzerbrechen bereitet. Ganz ohne geht es nicht, denn trotz Bildstabilisator sind die DSLR-Aufnahmen viel zu verwackelt, sobald man sich aus dem Weitwinkelbereich herauswagt. Auch beim Fotografieren mit längeren Verschlusszeiten ist ein Stativ sinvoll. Nun sollte das Stativ klein, leicht und nicht zu teuer sein. Außerdem wollte ich ein Stativ, das ich bei Interviews nicht nur auf dem Tisch benutzen kann, sondern das in etwa meine Stehhöhe erreicht. Es sollte außerdem einigermaßen stabil sein und eine Traglast von mindestens 1 kg haben, wobei meine Canon 700D* knapp 600 g wiegt und meine Objektive zwischen 200 g und knapp 400 g – damit ist noch etwas Puffer eingerechnet.

Meine Kriterien waren also:

  • Packmaß
  • Gewicht
  • Länge (mind. 155 cm)
  • Packlast (mind. 1,5 kg)
  • Stabilität
  • Preis

 

Einbein- statt Dreibeinstativ

Ein Dreibeinstativ mit diesen Anforderungen konnte ich nicht finden. Deshalb schaute ich vor allem im Bereich der Einbeinstative, wo ich eher davon ausging, ein Stativ zu finden, das alle meine Anforderungen erfüllt. Das war nun aber nicht so leicht, wie ich dachte. Als das größte Problem stellte sich das Packmaß heraus. Die meisten Einbeinstative haben vollständig zusammengefahren noch über 50 cm Länge. Das ist für meinen handgepäckgeeigneten Rucksack, den Osprey Farpoint 40*, leider zu lange. Die ganzen Stative mit 170 cm und 177 cm Länge fielen damit automatisch heraus, doch leider brachten es auch die meisten 155 cm-Einbeinstative noch auf 45 cm Packmaß, was bei vollgepacktem Rucksack äußerst knapp ist.

Als ich schon kurz davor war, aufzugeben, bin ich in einem Fotografieforum auf die Velbon Ultra Sticks gestoßen. Und siehe da: Die Einbeinstative von Velbon erfüllen genau meine Kriterien. Der bei Amazon äußerst positiv bewertete Velbon L50 Ultra Stick war nicht mehr aus Deutschland bestellbar, weshalb ich mich für das Nachfolgeprodukt, den Velbon L60 Ultra Stick * entschied. Während ersterer bis auf 36 cm zuzusammenschrauben lässt, sind es bei zweiterem sogar nur 26 cm! Das Gewicht liegt bei unter 300 g. Da ich damit gerechnet hatte, eher ein 500 g-Stativ mit mir herumschleppen zu müssen, bin ich damit mehr als glücklich. Die Traglast ist mit 2 kg ebenfalls im grünen Bereich. Und jetzt das beste: Das gute Stück kostet 45 Euro inklusive Versand!

Der Velbon L60 Ultra Stick ist heute angekommen und die Größe und das Gewicht haben mich schon aufjubeln lassen.

Das Foto zeigt, dass er nur circa eineinhalbmal so lange ist wie eine normale Haushaltsschere:

 

Mit einem ersten Test bin ich mehr als zufrieden. Die Bilder sind viel ruhiger als ohne Stativ und man kann den Stick auch als Boom / Teleskoparm benutzen, was schön Aufnahmen aus bis crica drei Metern Höhe ermöglicht. Das einzige, was mich (noch) etwas stört, ist dass die einzelnen Glieder sich relativ schwerfällig auseinanderziehen und arretieren lassen. Ich hoffe, dass sich das mit der Zeit geben wird.

 

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