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Was kostet die Welt? – Teil II

 

Überblick

 

Zeitraum: Anfang Juni bis Ende Juli 2017 – insgesamt 58 Tage (An- und Abreisetag = 1 Tag)

Gesamtausgaben: 1940 Euro

Durchschnittlich: gut 33 Euro / Tag

Kurs: Einfachheitshalber habe ich mit folgendem Kurs gerechnet: 7 Euro = 100.000 IR (Indonesische Rupiah)

Ausgaben

Insgesamt habe ich ausgegeben:

  • Vergnügen: 555 Euro
  • Unterkunft: 478 Euro
  • Essen & Trinken: 463 Euro
  • Transport (ohne Flüge): 213 Euro
  • Alkohol: 59 Euro
  • Visum + Visumsverlängerung: 58 Euro
  • Anschaffungen: 40 Euro
  • Telekommunikation: 13 Euro
  • Sonstiges: 61 Euro

 

Für einen Monat habe ich also rund 970 Euro ausgegeben und liege damit ziemlich genau bei meinem selbstgesetzten Tagesbudget von 33 Euro bzw. 1000 Euro / Monat. Ich muss zugeben, dass ich zwar ordentlich aufgeschrieben habe, was ich ausgegeben habe, aber ansonsten während ich vor Ort war, nur einen sehr groben Überblick darüber hatte, ob ich im Budget liege. Dass ich eine solche Punktlandung treffe, hätte ich nicht gedacht. Sowohl bei der Unterkunft als auch beim Essen sowie in der Rubrik „Vergnügen“ hätte es durchaus noch Einsparmöglichkeiten gegeben.

Unterkunft

Ich hatte in Indonesien kein großes Bedürfnis, mich beständig unter andere Reisende zu mischen, sondern habe es stattdessen genossen, dass ich mir ein schönes Privatzimmer im Homestay oder einen Bungalow am Strand leisten konnte. Zwei Nächte habe ich mir einen Bungalow mit Reisenden geteilt, die ich unterwegs kennengelernt hatte. Insgesamt sechs Nächte habe ich nicht bezahlt, sondern sie waren in einem „Vergnügungspaket“ enthalten. So war die Nacht vor der Anreise beim Rinjani-Trekking inklusive sowie die beiden Nächte im Zelt während der Wanderung. Beim Bootscruise von Lombok nach Flores habe ich drei Nächte an Deck geschlafen. Weitere zwölf Nächte habe ich bei einer Indonesierin zu Hause gewohnt, was mich lediglich eine Unkostenpauschale von 3,50 Euro pro Tag gekostet hat. In Flores konnte ich keine günstige Unterkunft finden und musste deshalb drei Nächte im Schlafsaal im Hostel übernachten, was mich zwischen 12,50 Euro und 15 Euro gekostet hat und damit mehr als viele der Privatzimmer, die ich gemietet hatte.

Insgesamt habe ich damit durchschnittlich etwas mehr als 8 Euro pro Nacht bezahlt. Rechnet man die genannten Nächte heraus, landet man mit 9,30 Euro bei einem guten Euro mehr für ein Einzelzimmer im Homestay oder einen Bungalow.

Transport

Insgesamt habe ich mir an 22 Tagen einen Scooter ausgeliehen, was meist 3,50 Euro gekostet hat, gelegentlich auch bis zu 5 Euro am Tag. Fürs Rollerfahren habe ich damit rund 80 Euro ausgegeben.  Plus Benzin, wobei das nicht wirklich zu Buche schlägt, denn ein Liter Benzin kostet 70 Cent und reicht für einen ganzen Tag Spazierenfahren aus.

Mein Inselhopping hat sich ebenso summiert, auch wenn sich die Beträge in Grenzen halten. Ich bin: von Bali nach Lombok geflogen (Flüge sind nicht einberechnet, waren in diesem Fall allerdings auch nur 17 Euro), mit Schnellboot und Shuttle nach Ubud in Bali gejettet (ca. 4-5 h, 20 Euro), mit Shuttlebus und Fähre nach Nusa Penida (mit Wartezeit ca. 7 h, 7 Euro), mit der Fähre zurück nach Bali (2-3 h, 2 Euro), direkt weiter mit der Fähre nach Lombok (3 Euro). Von Lombok wieder mit Fähre und Shuttle zurück nach Ubud (12 Euro), von Ubud mit Shuttle und Fähre nach Lombok (7-8 h, 7,50 Euro). Von dort mit dem Cruise-Boot nach Flores (4 Tage). Mit Fähre-Bus-Fähre-Bus zurück nach Lombok (ca. 30 h, Kostenpunkt 20 Euro).

Dazu kommen diverse Taxifahrten vom Fährterminal aus, wobei ich es jedes Mal geschafft habe, andere Backpacker mit dem gleichen Reiseziel zu finden, um sich die Kosten zu teilen. Nur nach meiner Ankunft am Flughafen in Lombok habe ich alleine ein Taxi genommen, das hat für die einstündige Fahrt nach Senggigi circa 15 Euro gekostet.

Anschaffungen

Auch wenn ich mir vorgenommen hatte, mich mit Anschaffungen aus Platz- und Gewichtsgründen zurückzuhalten, ist mir dies nicht immer gelungen. Als erstes habe ich mir eine Yoga-/Strandmatte mit einer schönen Hülle gegönnt für unter 10 Euro. Die Anschaffung hat sich aufgrund ihres häufigen Einsatzes sowohl beim Yoga als auch als Schlafunterlage auf Schiffen und Fähren auf jeden Fall gelohnt.

Eine weniger sinnvolle Ausgabe waren Sandalen und ein Rock für 18 Euro, die ich mir für eine Salsaparty gekauft hatte und danach vielleicht noch ein- bis zweimal anhatte. Da war das für die balinesische Hochzeit, zu der ich eingeladen war, angeschaffte Kleid für 10 Euro die bessere Anlage.

Für die Besteigung des Vulkans Rinjani habe ich 13 Euro ausgegeben für eine Stoffhose (die zwar nicht zum Einsatz kam, aber danach eines meiner Hauptkleidungsstücke wurde),  eine Regenjacke mit passendem Regenrock (das Set hat sich fürs Rollerfahren im nassen Ubud als unverzichtbar erwiesen) sowie eine Stirntaschenlampe plus Batterien, die bei der Besteigung des Gipfels im Dunkeln nach circa einer halben Stunde den Geist aufgab (die Batterien ließen sich nicht wechseln).

Vergnügen

Jetzt wird es vergnüglich. Immerhin habe ich in Indonesien 555 Euro für Vergnügen ausgegeben. Die größten Posten waren dabei:

  • Tauchen: 115 Euro (Tauchgang mit Wiederbelebungskurs für gut 60 Euro; 2 Tauchgänge plus Eintritt in den Komodo-Nationalpark in Flores für knapp 100 Euro)
  • Rinjani Trek 3 Tage / 3 Nächte: 115 Euro (inkl. Trinkgeld)
  • Cruise von Lombok nach Flores 4 Tage / 3 Nächte: 110 Euro
  • Yoga: 77 Euro für insgesamt 9 Yogastunden
  • Massagen: 46 Euro für 6 Massagen, wobei die günstigste 5 Euro gekostet hat (1h) und die teuerste 14 Euro (2,5 h). Allerdings fällt es mir schwer, letztere unter Vergnügen einzuordnen…
  • Handstandworkshop: 32 Euro

Visum

Als Deutsche kannst du dich in Indonesien 30 Tage ohne Visum aufhalten. Wenn du allerdings vorhast, länger zu bleiben, MUSST du ein Visum On Arrival für 35 Euro kaufen. Dieses kann dann einmalig um weitere 30 Tage verlängert werden. Kostenpunkt für die Bearbeitungsgebühren der Visumsverlängerung: 25 Euro. Viele übergeben die Verlängerung einer Agentur, was die Kosten mindestens verdoppelt.

Einnahmen

Ich habe 165 USD (brutto) damit verdient, über die Freelancer Plattform Upwork für andere Leute Lebensläufe zu verbessern und Anschreiben anzufertigen. Nicht die Welt, aber in Indonesien kann man davon ein paar Tage leben.

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